Grundsätzliches:

Wir treffen uns pünktlich (vor dem geplanten Abfahrtszeitpunkt) mit vollem Tank und leerer Blase.
Nichts ist lästiger, als eine ganze Gruppe bereits nach relativ kurzer Fahrt anhalten zu müssen, weil jemand noch auftanken oder zur Toilette muss. Für den technisch einwandreien Zustand des Bikes ist Sorge zu tragen.

 

Den 'Anweisungen' der Road Captains bzw. Safety Officers ist unbedingt Folge zu leisten.

 

Wir fahren versetzt mit einem Abstand von ca. 8 bis 10 m nach vorne und hinten. Durch das versetzte Fahren entsteht ein optimaler Sicherheitsabstand zwischen den einzelnen Konvoiteilnehmern.

Die nicht so routinierten FahrerInnen reihen sich grundsätzlich direkt am Anfang der Gruppe hinter den Safety Officers, welche dem Road Captain folgen, ein. Der Road Captain wird die zu fahrende Geschwindigkeit entsprechend der ihm nachfolgenden wählen.

Der Road-Captain entscheidet vor der Tour in Abhängigkeit zur Route und dem Können der Fahrer, wo die langsamen Bikes einsortiert werden.

 

In der Gruppe wird nicht überholt.
Ausgenommen davon sind nur die Safeties und der Photographer (um sich von der Gruppe abzusetzen und ein paar Bilder zu machen).
Die einmal eingenommene Position ist grundsätzlich einzuhalten, wobei der Sicherheitsabstand strikt zu beachten ist; größere Lücken sind zu schließen.

Ungeübtere FahrerInnen durch vermeintlich 'sportliches' Beschleunigen nach hinten 'durchzureichen' ist absolut keine besondere Leistung, zumal wir alle einmal mit dem Motorradfahren angefangen haben. Sollte sich jemand von dem unmittelbar vor ihm fahrenden beinträchtigt fühlen, so ist beim nächsten Stopp mit dem/der Betroffenen zu sprechen und gegebenenfalls die Position zu tauschen.

 

Anhalten.
Beim Anhalten vor Kreuzungen, Rotlichtampeln und anderen Hindernissen wird auf Zweierkolonnen aufgeschlossen und der Abstand zum Vorderfahrzeug so kurz wie möglich gehalten, um ein schnelles Überqueren der Kreuzung zu ermöglichen.

 

Der Berg ist frei (manchmal).
Bei vor Beginn der Ausfahrt (Fahrerbriefing) angesprochenen Pässen oder speziellen Strassenstücken, wird der Road Captain rechtzeitig anhalten, damit anschließend die 'schnelleren Fahrer' selbst voraus fahren können - die Gruppe fährt weiter wie bisher.
An der Paßhöhe bzw. dem offensichtlichen Ende des freigegebenen Streckenabschnittes sollen sich diese 'Ausreisser' wieder in die Gruppe (am Ende) einreihen.
Deshalb fahren auch von Anfang an die 'schnelleren Fahrer' am Ende jeder Gruppe.

 

Signale - Handzeichen beachten.
Die Road Captains bemühen sich, Richtungsänderungen, aber auch Gefahrenquellen oder Hindernisse, rechtzeitig durch Setzen des Blinkers oder Handzeichen anzuzeigen.

 

An Kreuzungen mit Ampelregelung innerhalb von Ortsgebieten ist bei ROT in Zweierreihe aufzuschließen, um bei Fortsetzung der Fahrt die ursprüngliche Position wieder einzunehmen.

 

Ungeregelte Kreuzungen.
Nach dem Passieren einer (durch die Safeties gesperrten) Kreuzung halten sich alle FahrerInnen ganz am rechten Strassenrand, solange, bis die Safeties vorbei sind. Anschliessend wird wieder versetzt gefahren.

 

Verantwortung für den/die nachfolgenden FahrerIn
Bei Verlust des Hintermannes/Frau V O R dem nächsten Abbiegen auf ihn/sie warten. Wenn der Vordermann/Frau entschwunden ist, immer dem Strassenverlauf folgen. Er/Sie (oder ein Safety Officer) wird an der nächsten Abbiegung warten.
Außerdem empfiehlt sich vor jeder Ausfahrt das zumindest einmalige Durchlesen des aufgelegten/ausgegebenen Roadbooks, damit jeder zumindest eine Ahnung hat

  • wo wir überhaupt hinfahren
  • wie wir dort hinkommen
  • wo eventuelle Treffpunkte sind

 

Abmelden.
Wer die  Fahrt abbrechen oder außerhalb der Gruppe fortsetzen möchte, meldet sich beim Road Captain oder dem Rear End ab, damit man diese vermeintlichen Pannenkandidaten nicht erfolglos suchen muss.

 

Bei einer Panne oder einem Unfall.
Unfallstelle bzw. Hindernis sofort absichern - Bike oder BikerIn versorgen, Polizei und Rettung anrufen sofern notwendig.
Wenn keiner der MitfahrerInnen stehen geblieben ist (sollte eigentlich nie der Fall sein) - Handy einschalten und Roadcaptain anrufen. Diesem die Position (auf die Mailbox) durchgeben, wo man derzeit steht und eventuell auch gleich die Ursache.

Im 'Normalfall' wird ohnehin das Rear End oder der Carrier anwesend sein, wobei letzterer nach Feststellung der Pannenursache unmittelbar nach vorne zum Road Captain fährt, um diesen davon in Kenntnis zu setzen.

Keiner wird alleine und ohne Hilfe zurückgelassen!

 

Bei einem notwendigen Stop auf der Autobahn gilt:
Generell nur auf Parkplätzen, notfalls auf verbreitertem Seitenstreifen anhalten. Das Rear End bleibt beim Pannenfahrzeug, der Carrier meldet an den Road Captain. Die Gruppe wartet bei nächstgelegenem Parkplatz - ein Bike ist sichtbar bei der Einfahrt, rechts vom Standstreifen - nicht auf Fahrbahn zu postieren.

 

Das Anziehen von Regenkombis auf der Autobahn erfolgt prinzipiell ausschliesslich auf Parkplätzen nicht auf dem Seitenstreifen unter Brücken!

 

Ziel ist, gemeinsam an unserem Ziel ankommen.

Quellen:

http://www.bigmountain.at/onroad
http://www.hansebiker.de/
http://www.bfcr.de/